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Co-Chef Fitschen vor Gericht: Warum die Deutsche Bank schweigt
  • Jörg Forthmann
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Krisenkommunikation FitschenEs gibt heute keine Zeitung, kein Radiosender und keine TV-Nachrichten, die nicht über die anstehende Gerichtsverhandlung gegen den Co-Vorsitzenden der Deutschen Bank berichtet haben. Und was tut die Pressestelle der Deutschen Bank? Sie gibt sich schweigsam. Zu laufenden Verfahren äußere man sich nicht. Im Übrigen gelte die Unschuldsvermutung auch für Jürgen Fitschen. Warum hat die Deutsche Bank die Berichterstattung so laufen lassen? Hat sie die Situation unterschätzt?

Krisen-PR fällt aus

Nein, die Kommunikatoren der Deutschen Bank sind zum Schweigen verdammt. Ihr Chef muss sich vor der Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts München einem Strafverfahren stellen. Es geht um Prozessbetrug im Kirch-Prozess. Fitschen und weiteren Bankmanagern wird vorgeworfen, uneidliche Falschaussagen gemacht zu haben, um Schadenersatzforderungen von Kirch abzuwenden. Es geht also um die Frage, ob der Co-Chef strafrechtlich verurteilt wird oder nicht.

Krisenkommunikation steht hinter Strafverteidigung zurück

In solchen Fällen steht die Krisenkommunikation hinter der Strafverteidigung zurück. Der Schaden durch schlechte Medienberichte wird niedriger eingeschätzt als das Risiko, ungewollt der ohnehin schon sehr umtriebigen Staatsanwaltschaft belastende Aussagen zuzuspielen – auch Staatsanwälte lesen Zeitung.

Jörg Forthmann

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