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Gemeinwohlatlas: „Public Value“ von VW und Audi stürzt ab
  • R Heintze
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  • ADAC . Reputation . Reputationsmanagement . Studie . VW .

Studie: Welche Unternehmen im Auge der Öffentlichkeit das Allgemeinwohl am stärksten fördern

VW ist das Unternehmen, das den größten Beitrag zum Allgemeinwohl in der Bundesrepublik leistet. Das meinten die Deutschen zumindest noch im August. Nach Bekanntwerden des Abgasmanipulationsskandals stürzte der Automobilhersteller hingegen ins letzte Drittel der Unternehmen, die das „Center for Leadership and Values in Society“ der Universität St.Gallen für seinen „Gemeinwohlatlas Deutschland“ untersucht hat.

Für diese Studie hat das Markt- und Meinungsforschungsinstitut Forsa im Juli und August 7802 Menschen in Deutschland zu dem wahrgenommenen Beitrag zum Gemeinwohl von 127 bekannten Unternehmen, Marken, Vereinen, Verbänden sowie öffentlichen und staatlichen Institutionen in vier Dimensionen befragt. Aus den Ergebnissen haben die Forscher ein Ranking und eine sehr schöne, interaktive Internet-Präsentation angefertigt. Aufgrund des Abgasskandals haben sie darüber hinaus zu VW, Audi und einigen Vergleichsmarken im Oktober eine kleinere Nacherhebung durchgeführt. Während die Vergleichsmarken weitgehend stabil blieben, stürzten VW und Audi dabei deutlich ab.

Dies ist ein weiterer Beweis dafür, wie stark das Verhalten von Unternehmen und ihren Führungspersonen in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird und ihre Reputation beeinflusst.

Unter den betrachteten Unternehmen nimmt nach dem Absturz von VW und Audi jetzt Bosch den ersten Platz ein. (Im Gesamtranking aller untersuchten Organisationsformen (inklusive Hilfsorganisationen und öffentlich-rechtlichen Einrichtungen) zu ihrem Beitrag zum Allgemeinwohl führt allerdings kein Unternehmen, sondern – nicht verwunderlich und wohlverdient – „Die Feuerwehr“).

Ein näherer Blick in die Präsentation nutzt nicht nur, um die Positionen der anderen Unternehmen in dieser reputationsrelevanten Frage zu erfahren. Sie ist auch vorbildlich in Hinblick darauf, wie präsentiert wird. Der Leser kann zum Beispiel die Gewichtung der vier Dimensionen Aufgabenerfüllung, Zusammenhalt, Lebensqualität und Moral für das Ranking nach eigener Präferenz verändern. Auch die Darstellung der Ergebnisse zu den einzelnen untersuchten Organisationen ist sehr leserfreundlich: Für jede der vier erhobenen Dimensionen ist nicht nur auf einen Blick zu sehen, wo der Durchschnitt aller Antworten liegt, sondern auch, wie sie sich verteilen. Und die Methodenbeschreibung ist gleichzeitig leicht verständlich und umfänglich.

Kurzgefasst: So gut präsentiert möchte ich gern noch mehr Studien sehen!

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