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  • R Heintze
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  • Employer Branding . LinkedIn . Reputation . Reputationsmanagement . Studie .

Studie von LinkedIn: Schlechte Reputation als Arbeitgeber treibt Lohnkosten in die Höhe

Eine gute Reputation als Arbeitgeber hilft gerade in Zeiten des Fachkräftemangels, attraktiv auf qualifizierte Arbeitnehmer zu wirken und die besten Mitarbeiter für sich zu gewinnen. Doch wie sehr? Wie wertvoll ist eine gute Arbeitgebermarke in Euro?

 

Wissen Sie, was Ihre Employer Brand kostet?

 

LinkedIn ist es im Rahmen einer kleinen Studie zum Thema Employer Branding mithilfe etwas kreativer Mathematik tatsächlich gelungen, ein Preisschild daran zu hängen. Im Durchschnitt ist eine starke Arbeitgebermarke

 

7.349.780,- Euro

 

jährlich wert. Bzw. genaugenommen umgekehrt: Eine schwache Arbeitgebermarke kostet ein Unternehmen im Schnitt rund 7,3 Millionen Euro pro Jahr.

Ob oder wie sehr das auch auf Ihren Betrieb zutrifft, hängt davon ab, wie „durchschnittlich“ er ist. Das ist aber kein Problem, denn die Studie liefert die Formel zur individuellen Berechnung gleich mit:

 

Die Formel: (Σ Mitarbeiter x % Fluktuation) x (Ø Gehalt x % TB-Faktor)

 

Sprich: Ermitteln Sie, wie viele Stellen Sie pro Jahr aufgrund der Mitarbeiterfluktuation neu besetzen müssen, und multiplizieren Sie das mit der Summe, die Sie in der Regel auf das Gehalt draufschlagen müssen, damit ein Neuling bereit ist, zu Ihrem Unternehmen trotz seiner schlechten Reputation als Arbeitgeber zu wechseln.

Dieser „TB-Faktor“ ist das eigentlich interessante Ergebnis einer Umfrage, die LinkedIn repräsentativ unter 1.005 Vollzeit-Arbeitnehmern in Deutschland durchgeführt hat:

21 Prozent wären nur bereit, zu einem Unternehmen mit einer schwachen Arbeitnehmer-Marke zu wechseln, wenn ihnen das einen Gehaltsaufschlag von mindestens zehn Prozent einbringen würde. Weiteren sieben Prozent reichen fünf Prozent mehr Lohn als Anreiz aus. 52 Prozent schließen so einen Wechsel zu einem Arbeitgeber mit schlechter Reputation hingegen grundsätzlich aus. Was die restlichen 20 Prozent darauf geantwortet haben, lässt die Studie offen.

Aber immerhin 32 Prozent geben an, zu einem Unternehmen mit einer starken Arbeitgebermarke auch ohne Gehaltserhöhung zu wechseln. Neun Prozent wären sogar bereit, dabei eine leichte Gehaltskürzung in Kauf zu nehmen. (Auch hier fehlt leider, was die restlichen 59 Prozent gesagt haben. Liebe LinkedInler: Das wirkt, ähem, etwas unseriös.)

Als die entscheidenden Faktoren, die eine starke Arbeitgebermarke ausmachen, sieht die Studie basierend auf den Umfrage-Ergebnissen eine vergleichsweise hohe Arbeitsplatz-Sicherheit, Möglichkeiten zur beruflichen Entwicklung sowie Eigenverantwortlichkeit und Eigenständigkeit bei der Arbeit an. Eine schwache Arbeitgebermarke wird vor allem durch unsichere Arbeitsplätze, dysfunktionale Teams und eine Führungsmannschaft mit einem schlechten Ruf ausgemacht.

Mein Fazit:

Auch wenn die genauen 7,3 Millionen ganz offensichtlich durch eine (clevere) Überspitzung zustande kommen, vermittelt die Studie einen guten Eindruck, in welcher Größenordnung sich der Schaden bewegt, den ein schlechter Ruf als Arbeitgeber verursacht. Und sie wirft interessante Schlaglichter auf einige der dahinterstehenden Mechanismen. So geben 44 Prozent der Arbeitnehmer an, dass ein schlechter Ruf der Führungsriege eines Unternehmens abschreckend auf sie wirkt.

 

Infografik von LinkedIn zur Studie

(Alle Grafiken in diesem Beitrag Quelle / © LinkedIn)

 


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Derweil, bei Mediengau: Was man von Charlie Hebdo für die Krisen-PR lernen kann.

 

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