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Faktzweinull

Wird Ello zum Facebook-Killer?
  • Geerd Lukaßen
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  • Ello . Facebook . Social-Media-Strategie .


Die Strategie ist entscheidend, nicht das Netzwerk

Facebook ist tot. Das behauptet zumindest die Washington Post. Zwischen Frühling und Herbst dieses Jahres sei laut einer Studie der Anteil der 13- bis 19-Jährigen, die Facebook nutzen, von 72 auf 45 Prozent gefallen. Facebook ist einfach nicht mehr angesagt und damit ein Auslaufmodell, so das Fazit der Autorin. Gleichzeitig betritt mit Ello ein neues Netzwerk die Social-Media-Bühne. Mit seinem minimalistischen Design sowie dem Verzicht auf Werbung und Klarnamen kommt es als eine Art Anti-Facebook daher.

Steht uns nun also eine Wachablösung bevor? Die Antwort ist eindeutig: Nein.

Immer wieder gibt es neue Netzwerke, die Facebook seine Rolle als Platzhirsch streitig machen wollen und mit vielen Vorschusslorbeeren bedacht werden. Einige, wie Diaspora, verschwanden ebenso schnell wieder in der Versenkung, wie sie gekommen waren. Andere, wie Google+, konnten immerhin ihren Platz in der Social-Media-Landschaft behaupten. Die ersten Erfahrungen deuten darauf hin, dass Ello vor allem ein Ort für Kreative und Software-Entwickler bleiben wird. Eine breite gesellschaftliche Akzeptanz zeichnet sich nicht ab.

Aber die Frage, die sich dahinter verbirgt, ist spannend. Was wäre, wenn es die etablierten Netzwerke eines Tages nicht mehr gibt? Eine nicht ganz unrealistische Vision, wie die Beispiele MySpace, SecondLife und StudiVZ zeigen.

Jedes Unternehmen sollte daher prüfen, ob die eigene Social-Media-Strategie auch dann funktioniert, wenn die eingesetzten Netzwerke wegbrechen. Wenn die Antwort „Nein“ lautet, läuft etwas falsch. Denn der Kanal ist immer nur das Mittel, niemals der Zweck. Um zu verstehen, was damit gemeint ist, hilft ein Blick auf unser Social-Media-Vorgehensmodell:

Das Social-Media-Vorgehensmodell des Faktenkontors

Das Social-Media-Vorgehensmodell des Faktenkontors

Die Grafik zeigt: Social Media bedeutet weit mehr, als bei Facebook ein kostenloses Firmenprofil anzulegen. Es ist eine strategische Aufgabe, deren Grundlage in der Initialisierungsphase gelegt wird. Erst danach geht es an die Auswahl der Plattformen. Und auch danach müssen Unternehmen ihre Ziele ständig im Auge haben und kritisch hinterfragen, wo und wie sie diese erreichen.

Wer so aufgestellt ist, kann die Entwicklung in der Welt der sozialen Netzwerke ganz entspannt verfolgen – selbst dann, wenn es Facebook eines Tages wirklich nicht mehr geben sollte.

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