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Faktzweinull

Social Media Atlas: Vier Konstanten wenn alles im Fluss ist
  • Lars Reppesgaard
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  • B2B Kommunikation . Conversion . Digital . Kennzahl . KPI . Social Media . Soziale Netzwerke .

Im digitalen Zeitalter und der Welt der Social Media geht ja nichts mehr ohne Zahlen. Die, die wir gerade für den „Social Media-Atlas 2015/2016“ ermittelt haben, haben es in sich. Vier von fünf Menschen in Deutschland, die das Internet nutzen, sind inzwischen auch in einem sozialen Netzwerk aktiv – so viele wie nie zuvor.

2011 nutzten erst zwei Drittel der Onliner soziale Medien. Inzwischen ist die Interaktion via Social Media die neue Norm.

80 Prozent nutzen Social Media

Und wie bewegen wir uns in diesen Netzwerken? Social Media ist mobil. 823 Millionen Mobile-Only-Nutzer zählt Facebook beispielsweise pro Monat.

facebook-mobile-only-maus

Das bedeutet: Das Kommunizieren im „walled garden“ ersetzt zunehmend das Surfen im offenen Internet – ein Trend, der sich schon seit einiger Zeit abzeichnet. Und die Fragmentierung der Kommunikationswelten wird  weiter zunehmen.

Nur mal so zum selbst nachprüfen: Wie viele Webseiten haben Sie heute direkt mit dem Browser angesteuert? Also: Keine Spiegel-Online-App genutzt, keinen Instant Article auf Facebook gelesen, kein Youtube-Video angesehen. Und von den angesurften Webseiten – bei wie vielen startete die Reise durch den Klick auf den Link in einem Tweet oder einem Facebook-Post?

Jede Plattform ist anders

Was bedeutet das für die Unternehmenskommunikation, wenn alles im Fluss ist? Eines ist klar: Das eine Social Web gibt es nicht, sondern viele voneinander abgeschottete Plattformen, die alles dafür tun, dass die Nutzer bloß nicht über den Gartenzaun blicken. Und alle Kanäle wollen individuell gepflegt werden.

Die richtigen Kanäle für die richtigen Themen und Zielgruppen zu wählen ist die große Kunst. Doch die Zahl der Plattformen, die potenziell interessant sein könnten, wächst rasant. Budgets und Ressourcen wachsen selten mit. Und jede Plattform ist anders. Die Menschen werden ungeduldiger, erwarten eine immer passgenauere Ansprache, und auf jeder Plattform gibt es Senkrechtstarter und Visionäre, die viel von der Aufmerksamkeit auf sich ziehen, die man selbst gerne hätte.

Vier Konstanten für den Wandel

Aus meiner Sicht bilden aber vier Konstanten bilden sich inmitten dieses Stroms des Wandels aber aus meiner Sicht immer stärker heraus. Erstens: Mobile ist inzwischen ein Muss, egal auf welcher Plattform. Das gilt auch für alles, was wir im offenen Web tun. Immerhin reagieren viele Unternehmen – wenn auch langsam – und stellen auch die mobile User Experience bei ihren Webangeboten in den Vordergrund. 

Zweitens: Die eigene Webpräsenz ist nach wie vor für alle Aktivitäten die beste Ausgangsbasis. Ein Blog als Content Hub zum Beispiel macht sie unabhängig von den Spielregeln der großen Plattformen, die oft nach Belieben und ohne Rücksicht geändert werden. Von dort aus können Inhalte für unterschiedliche Plattformen generiert werden.

Reichweite ist bei Social Media nicht alles

Und hierhin müssen wir die Nutzer zurückleiten – egal wo wir kommunizieren. Denn drittens gilt: Das reine Schielen auf die Reichweite hilft nicht weiter. Reichweite ist eine schöne Kennzahl, gerade beim Thema Social Media. Wichtiger ist aber die Frage: Was möchte ich erreichen? Was soll jemand tun, dem ich – egal über welchen Kanal – in einem geeigneten Umfeld (richtige Zielgruppe, richtiger Zeitpunkt, passender Kontaktpunkt in der Customer Journey, usw…) vermitteln konnte, dass ich in irgendeiner Form für ihn relevant bin? Viele Ressourcen, die in das Thema Reichweite investiert werden, sollten wir für das Thema Conversion reservieren. Wenn jemand uns wahrnimmt – wie sorgen wir dafür, dass er das tut, was für uns sinnvoll ist?

Und viertens? Über was sollen wir sprechen? Am besten über Relevantes. Über Fakten. Heiße Luft zu kommunizieren funktioniert nicht. Nicht mal auf YouTube. Jedenfalls nicht langfristig. Und nicht bei B2B-Themen.

Angesicht vieler neuer Plattformen wird 2016 spannend. Lassen Sie uns experimentieren – und dazu unsere vier Konstanten als Grundlage nehmen.

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