Ablasshandel mit Greenpeace

Ablasshandel mit GreenpeaceGreenpeace geht abermals gegen Textilhersteller vor, in deren Produkten giftige Rückstände gefunden sein sollen. Am Pranger stehen unter anderem Armani, Benetton, C&A, Calvin Klein, Diesel, Esprit, Gap, H&M, Jack & Jones, Levi’s, Mango, Tommy Hilfinger Victoria’s Secret und Zara. Die internationale Greenpeace-Kampagne Detox arbeitet mit Zuckerbrot und Peitsche: Wer sich gegenüber Greenpeace (!) verpflichtet, auf Risikochemikalien zu verzichten, wird lobend erwähnt. Hierzu zählen Adidas, Puma, Nike oder Marks & Spencer. Andere finden sich in der Greenpeace-Untersuchung wieder. Unabhängig davon, dass das Ziel von Greenpeace aus Sicht des Umweltschutzes richtig ist, tut sich die Modebranche keinen gefallen, diesen Ablasshandel mit Greenpeace einzugehen. So wird Greenpeace aufgewertet. Das einzelne Unternehmen löst damit zwar aktuell seine Probleme, langfristig wird allerdings eine aggressive NGO gestärkt. Deutlich klüger wäre es, die Freiheit von Risikochemikalien in den Textilien durch einen neutrale Institution bestätigen zu lassen, auf die sich die Branche einigt.

Jörg Forthmann

Jörg Forthmann
Posted inKrisen-PR Blog: Mediengau

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