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Social Shopping: Da ist noch mehr drin…
  • R Heintze
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  • Kaufentscheidungen . Konsum . Marken im Web 2.0 . Online-Shopping . Social Media . Social Media Nutzung . Social Shopping . Web 2.0 .

Studie: Bedeutung des Web 2.0 fürs Online-Shopping steigt – aber Händler vergeuden Potenziale

shop cart keyboard key. Finger

© momius – Fotolia.com

Über Soziale Medien kann man sich nicht nur mit Freunden und beruflichen Kontakten vernetzen, sondern auch mit Unternehmen, deren Produkte und Dienstleistungen man als Konsument mag und schätzt. Doch welche Bedeutung haben die Web-2.0-Dienste für das Geschäft der Unternehmen – und in wieweit nutzen die Firmen deren Potenzial? Die internationale Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers ist dieser Frage in Bezug auf den Bereich Online-Shopping nachgegangen und hat dazu auf Deutschland bezogene Zahlen aus seiner „Multichannel Survey 2013“ veröffentlicht.

Haupterkenntnis: Im Vergleich zum „Social Shopping“ spielt der klassische Web-1.0-Online-Handel zwar weiterhin die deutlich größere Rolle, aber auch das Web 2.0 hat für das Shopping im Netz inzwischen eine erhebliche Bedeutung gewonnen, und diese wächst weiter. Gebremst wird dieses Wachstum aber dadurch, dass die Unternehmen das Potenzial des Social Webs für Kundenkommunikation und -bindung bislang nur unzureichend nutzen.

Die wichtigsten Zahlen, die PwC zu diesem Schluss führen:

– Rund jeder fünfte Onlineshopper kauft mittlerweile zumindest gelegentlich Produkte über Soziale Netzwerke

– 40 Prozent der befragten Online-Käufer sind Freunde, Fans oder Follower ihrer bevorzugten Unternehmen, aber knapp die Hälfte dieser Online-Shopper erkennt darin bislang keinen Mehrwert für sich

– Lediglich einer von zehn Netzwerk-Nutzern wurde schon einmal von einem Unternehmen kontaktiert

– Knapp 30 Prozent der Befragten informieren sich via Social Media über Produkte, vergleichen Angebote und entdecken dabei auch neue Marken. Im Jahr 2012 waren es noch weniger als zehn Prozent

– Für rund die Hälfte der Befragten sind Extras wie Sonderangebote, spezielle Aktionen oder ausgewählte Produkte ein Grund, auf die Web-2.0-Seiten einer Marke zu klicken

Die PwC-Untersuchung bestätigt damit ein generelles Problem von Corporate Social Media: Viele Unternehmen gehen nur ins Web 2.0, „weil man das heute halt so machen muss“. So getrieben wird nach der Maßgabe „billig, billig, schnell, schnell“ oft einfach nur eine Facebook-Seite angelegt, vielleicht noch mal getwittert – aber beides meist eher ziellos und halbherzig. So wird der Auftritt im Social Web schnell zu einer mageren Alibi-Veranstaltung ohne wirklichen Impuls für das eigene Geschäft. Um das Web 2.0 erfolgreich für das eigene Geschäft zu nutzen braucht es aber – neben ausreichend Budget und Personal – eine fundierte Social-Media-Strategie, die sich daran orientieren muss:

– Wer ist meine Zielgruppe?

– Was interessiert meine Zielgruppe?

– Wo im Web 2.0 diskutiert meine Zielgruppe die für mein Unternehmen relevanten Themen?

– Welche Erwartungen hat die Zielgruppe an einen Web-2.0-Auftritt meines Unternehmens?

Und: Engagement im Web 2.0 lohnt sich nur, wenn man tatsächlich bereit und interessiert daran ist, mit seiner Zielgruppe zu interagieren.

 

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