Disneyland-Krise: Enttäuschter Besucher startet Online-Petition

Disneyland-Krise: Enttäuschter Besucher startet Online-PetitionMehr als 5.000 Disneyland Paris-Fans haben eine Petion unterzeichnet, in dem schlechtes Essen, defekte Fahrgeschäfte und ausgefallene Shows im Freizeitpark beklagt werden. Gestartet hat die Petion Guillaume Gallant aus Belgien nach einem enttäuschenden Besuch von Disneyland Paris. Der Verfall der Unterhaltung habe in diesem Jahr einen Tiefpunkt erreicht. Ursache, so Guillaume, seien unangemessene Kosteneinsparungen, die nun auch der Besucher zu spüren bekäme. Die Online-Petion fand viel Zuspruch und wurde letzte Woche an Bob Iger überreicht, Vorstandsvorsitzender von Walt Disney, dem 39,8 Prozent des Freizeitparks gehört. Der Disneyland Paris-Pressesprecher antwortete frustrierend inhaltsleer: „Walt Disney und das Management von Disneyland Paris sind bemüht sicherzustellen, dass jeder Gast eine magische Erfahrung macht. Wir nehmen Gästekritik sehr ernst. Sie helfen uns, unsere Prozesse und Abläufe zu verbessern.“

Wow! Das wird die Kritikerschar jetzt beruhigen…. Das sind enttäuschende Floskeln. Wo sind die konkreten Veränderungen, um die Mängel zu beheben? Wo ist das Signal an die Kritiker, dass Disneyland Paris sie ernst nimmt. „If you can’t beat them, join them“, lautet eine Regel in der Krisenkommunikation. Im Internet lässt sich die Welle der Kritik nicht ausbremsen, vor allem dann nicht, wenn diese Kritik eine Galionsfigur gefunden hat. Schlimmer noch: Guillaume Gallant gefällt sich möglicherweise in der Rolle des viel beachteten Kritikers und ist jetzt besonders motiviert, Schwachpunkte im Disneyland öffentlich zu machen. Kluge Kommunikator versuchen, einen derartigen Kritiker einzubinden und zu neutralisieren. Aussichtsreicher wäre das in der Frühphase der Online-Petion gewesen. Nun gibt es eine Galionsfigur, und personifizierte Kritik ist leider ideal für Journalisten.

Jörg Forthmann

Jörg Forthmann
Posted inKrisen-PR Blog: Mediengau

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