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Krisen-PR: Ampel auf Rot

Das sind die Gründe

Die Ampel-Koalitionäre haben ihre Verlobungsfeier hinter sich, und die Hochzeitsnacht steht bevor. Doch die Stimmung ist bereits gekippt. Sehen Sie hier in harten Fakten, warum die Ampel-Koalition schon jetzt im Krisenmodus fährt.

Die vier Spitzenkandidaten – Scholz, Lindner, Habeck, Baerbock – sind von den apokalyptischen drei Reitern umzingelt: Die Tonalität der Berichterstattung ist negativ, die Emotionalität hoch, und das Ganze führt zu vielen tendenziell negativ aufgeladenen Erwähnungen. Die Ursache erklärt sich, wenn man sich den Zeitverlauf der Berichterstattung anguckt. Im letzten November-Drittel wird besonders intensiv über die Ampel-Koalition gesprochen. Kernthemen sind dabei die Diskussion über die Besetzung von Ministerposten und der Ruf danach, dass die neue Bundesregierung doch nun bitte in den Kampf gegen die Corona-Pandemie einsteigt. Zumindest jedoch ihren künftigen Gesundheitsminister benennt.

Aufschwung der Ampel-Koalition ist verpufft

Vom Aufschwung und der neuen Politik für das Land ist kaum mehr etwas in der öffentlichen Diskussion zu spüren. Der Faden ist schlicht abgerissen. Die Ampel-Koalitionäre brauchen jetzt mächtige Leuchtturm-Projekte, an denen das „Neue“ sichtbar wird, und damit das kritische Publikum den Glauben daran gewinnen kann.

Der harte Aufschlag in der Realität ist für eine neu gebildete Koalition ungewöhnlich. Die heiligen ersten 100 Tage, in denen man sich Kritik an der neuen Regierung verkneift, sind ausgefallen. Wichtigster Grund dafür ist die Corona-Krise; das Publikum ist nicht gewillt darauf zu warten, dass die Ampel-Koalition in den Ministerien ankommt und mit der Arbeit beginnt. Sofortiges Handeln ist gefragt, und zwar jenseits des fortwährenden Verwaltungsversagens, das seit eineinhalb Jahren zu besichtigen ist.

Jörg Forthmann

Jörg Forthmann
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