Krisen-PR: So stark gefährdet die Olympia-Kritik die (westlichen) Sponsoren - Faktenkontor Krisen-PR: So stark gefährdet die Olympia-Kritik die (westlichen) Sponsoren - Faktenkontor

Krisen-PR: So stark gefährdet die Olympia-Kritik die (westlichen) Sponsoren

Allianz & Co. sitzen in der Reputationsklemme

Olympia 2022 ist für die westlichen Sponsoren kein Fest der Freude. Sie sitzen zwischen den Stühlen. Einerseits ist China ein wichtger Markt und darf nicht vernachlässigt werden. Andererseits ist die Gefahr groß, dass ein Olympia-Sponsoring im autokratischen China Empörungswellen daheim auslöst. Sehen Sie hier, wie gefährlich die Kritik an den Sponsoren  heute früh wirklich ist – nach der großen Eröffnungsfeier.

Am Wochenende war die große Olympia-Eröffnungsfeier in China, und das wäre medial der beste Moment gewesen, um auf die millionenschwere Unterstützung der Spiele durch westliche Sponsoren hinzuweisen. Der Vorwurf steht im Raum, dass diese Sponsoren China helfen, sich viel besser und menschenfreundlicher darzustellen als es in Wirklichkeit ist. Dass man also Steigbügelhalter für die Propaganda des autokratischen Chinas ist. Die Olympiade ist in der Tat Anlass für eine breite Berichterstattung über Menschenrechtsverletzungen, Umweltverschmutzung und vielem mehr in China gewesen. Sind die Olympia-Sponsoren in diesen Strudel der Negativ-Berichterstattung mit hinein gezogen worden?

Noch eine akute Kommunikationskrise

Aktuell (noch) nicht. Tonalität und Viralität sind bei den Olympia-Sponsoren in Deutschland unauffällig. Es gibt bei der Allianz einen Themenschwerpunkt im Sponsoring, der ist aber neutral. Bei Bridgestone gibt es ein Themen-Cluster zu Sportveranstaltungen, aber auch dieses Cluster ist neutral. Bis jetzt ist es also gut gegangen. Doch die olympischen Spiele dauern noch ein paar Tage. Das Risiko ist also noch immanent.

Jörg Forthmann

 

Jörg Forthmann
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