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Krisen-PR: War der Handjob ein schmerzhafter Fehlgriff?

Wie schlimm das Hodenkrebs-Video für die Techniker Krankenkasse wirklich war

Im Internet sind die Wellen hochgeschlagen: Die Techniker Krankenkasse hat ein Video veröffentlicht, das wie ein Softporno beginnt und dann in ein Aufklärungsvideo für Hodenkrebs umschwenkt. Aber ist das eine wirkliche Krise gewesen? Sehen Sie hier, wie schlimm es für die Krankenkasse wirklich war.

Ob beabsichtigt oder nicht: Das Hodenkrebs-Video der Techniker Krankenkasse mit einer Porno-Influencerin als Hauptdarstellerin war eine Provokation und hat dementsprechend für große Aufregung gesorgt. Die Provokation kann durchaus ein geeignetes Mittel sein, um große Aufmerksamkeit zu bekommen; sie ist aber auch ein schmaler, gefährlicher Grat. Sehen Sie hier, ob die Techniker Krankenkasse mit ihrem Aufklärungsvideo wirklich in die Krise geraten ist:

Die Medienanalyse vom Morgen nach Veröffentlichung des Videos zeigt, dass die Zahl der Erwähnungen bei der Techniker Krankenkasse nach oben gegangen ist. Allerdings nicht allzu stark. Wenige Tage zuvor war das Echo auf die Krebsvorsorgezahlen aus 2021 für die TK deutlich höher, und die DAK war mit ihrer Meldung zum Weltkrebstag gestern auch deutlich stärker präsent. Die Tonalität ist bei der Techniker abgerutscht, aber auch überschaubar. Einen merklichen Sprung gab es in der Viralität, was eine hohe Emotionalität in der Diskussion zeigt – das ist unangenehm, klingt aber ab. Kurzum: Das war keine echte Krise für die Techniker Krankenkasse, auch wenn sich das wahrscheinlich für die Pressestelle ganz anders dargestellt hat.

Jörg Forthmann

 

 

Jörg Forthmann
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