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Schlechtes Krisenmanagement führt zu massiven AktienkursverlustenDurch Fehlverhalten von Mitarbeitern ausgelöste Krisen gehören zu den größten Schrecken für Investoren und führen zu den massivsten Aktienkursverlusten bei den betroffenen Unternehmen. Ein kurzfristiger Kursrutsch von 50 Prozent oder mehr ist möglich, sobald illegale Praktiken aufgedeckt und publik werden. Operative Krisen wie Störfälle oder Produktrückrufe haben dagegen die gravierendsten langfristigen Folgen für das Unternehmen, wenn in den ersten 48 Stunden nach einem Zwischenfall kein professionelles Krisenmanagement greift. Das ist das Ergebnis einer Studie von Freshfields Bruckhaus Deringer, die weltweit 78 Krisenfälle börsennotierter Unternehmen aus den vergangenen fünf Jahren analysiert.

So hinterlassen strukturelle Krisen wie finanzielle Engpässe oder kostspielige Gerichtsprozesse bei Firmen langfristig den geringsten Reputationsschaden. Auch Datenskandale beeinträchtigen der Untersuchung zufolge kaum den guten Ruf eines Unternehmens.

Die Studie zeigt weiter, dass von 899 Vorständen krisengeschüttelter Unternehmen rund 10 Prozent ihren Posten während der ersten sechs Monate nach einem Zwischenfall räumen mussten. Bei Unternehmen, deren Aktienkurs nicht innerhalb der ersten sechs Monate auf das Vorkrisenniveau zurückgeführt werden konnte, mussten 15 Prozent der Vorstände gehen. Wo ein funktionierendes Krisenmanagement praktiziert wurde, verließen indes nur 4 Prozent der Vorstände das Unternehmen. Dieser Wert liegt sogar unter der durchschnittlichen Fluktuation in Vorstandsetagen (Wettbewerbsunternehmen ohne Krisenfall: 8 Prozent).

Quelle: Presseinformation von Freshfields Bruckhaus Deringer

Lesenswert: http://blog.wiwo.de/management/2012/12/06/ubeltaten-von-managern-schaden-dem-aktienkurs-kaum/

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