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Reputation statt Werbung
  • R Heintze
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  • Marken im Web 2.0 . Reputation . Reputationsmanagement . Tesla .

Tesla Motors verkauft durch seinen guten Ruf

Ein Tesla Roadster saust elektrisch durch Japan. Bild: Raneko via Flickr.com (creativecommons.org/licenses/by/2.0/legalcode)

Foto “Tesla Roadster” © Raneko shared under a Creative Commons license CC BY 2.0

Sie kennen sicher die Tesla-Elektroautos. Aber warum eigentlich? In Werbespots, auf Plakaten oder in Anzeigen gibt es das Auto nicht. Denn klassische Werbung macht das Unternehmen nicht: Tesla Motors setzt darauf, dass sich seine Produkte allein über ihre Reputation verkaufen – und fährt damit sehr gut.

Tesla Deutschland-Chef Philipp Schröder bringt es in einem Interview mit W&V auf den Punkt: Tesla verkauft ein Produkt, das seiner Aussage nach „so verdammt gut ist, dass es noch [keine] und wahrscheinlich hoffentlich niemals Werbung im klassischen Sinne braucht.“ (Wer sich nicht daran stört, fast fünf Minuten lang zwei Leuten in einer einzelnen, unscharfen, schlecht eingerichteten, schiefen, überbelichteten Einstellung beim Reden zuzuschauen, kann das komplette Interview hier als Video ansehen.)

Laut Schröder ist die Werbeabstinenz von Vornherein Teil der Unternehmensstrategie von Firmengründer Elon Musk gewesen: „Elon ist es wichtig, dass die Kunden nicht das Gefühl haben, dass sie 30 Prozent des Autopreises dafür zahlen, dass ein Fußballer mit einem Tesla-Logo rumläuft. […] Und er hat auch immer gesagt: Wir müssen ein Produkt entwickeln, das so viel besser ist als die existierenden, dass die Leute auch […] positiv darüber sprechen.“ Das ist zwar rhetorisch recht dick aufgetragen – aber die Rechnung geht auf. Denn das machen die Tesla-Fahrer tatsächlich – vor allem im Web 2.0, in dedizierten Foren, auf Facebook, Twitter, Youtube, wo „einige dieser Clips hunderttausende und auch Millionen von Klicks bekommen. Und das […] freut uns sehr, weil es immer authentischer ist, wenn Kunden über uns sprechen als wenn wir über uns selbst sprechen.“

Das „Prinzip Tesla“ ist in dieser Ausschließlichkeit sicherlich nicht auf alle Unternehmen übertragbar. Tesla hat einige Vorteile, die dafür sorgen, dass sich hier klassische Werbung komplett durch Reputationsmanagement ersetzen lässt: Das Produkt ist tatsächlich innovativ. Elon Musk ist eine schillernde Persönlichkeit und ein guter, in den Sozialen Medien aktiver Kommunikator. Er funktioniert als authentische „Web 2.0-Person“ und Aushängeschild für sein Unternehmen. Schließlich erwirtschaftet Tesla einen erheblichen Teil seines Umsatzes nicht durch den direkten Verkauf der Autos an den Endverbraucher, sondern im B2B-Bereich als Zulieferer und mit einer speziellen kalifornischen Spielart des Emissionshandels.

Trotzdem können auch andere Firmen von Tesla lernen. Denn das Technologie-Unternehmen beweist: Ein guter Ruf verkauft. Auch wenn nicht jedes Unternehmen vollständig auf Werbung verzichten kann, lohnt es sich, seinen guten Ruf systematisch auszubauen. Das sorgt für ein erhebliches Umsatz-Plus.

Elon Musk im Tesla-Werk in Fremont, Kalifornien. Bild: Maurizio Pesce via Flickr.com (creativecommons.org/licenses/by/2.0/legalcode)

Foto “Elon Musk, Tesla Factory, Fremont (CA, USA)” © Maurizio Pesce shared under a Creative Commons license CC BY 2.0

 

 

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