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Risiko-Experten warnen: Cyberkriminalität bedroht die Reputation
  • R Heintze
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  • Cyberkriminalität . Reputation . Reputationsmanagement . Studie .

Allianz veröffentlicht globale Studie „Risk Barometer 2015“

Die Allianz hat dieser Tage das neue Allianz Risk Barometer veröffentlicht. Eine interessante Lektüre, die in Bezug auf das Thema Reputationsmanagement eine gute und eine schlechte Nachricht bereithält.

Die Gute:

Reine Reputationsrisiken werden von den befragten Risiko-Experten im Gegensatz zum vergangenen Jahr nicht mehr gefährlicher als Cyberkriminalität eingestuft.

Die Schlechte:

Die Bedrohung durch Reputationsrisiken ist aus Sicht der befragten Experten dennoch nicht gesunken. Die Cyberkriminalität ist lediglich auf Platz fünf nach vorn geprescht – Reputationsrisiken stehen unverändert auf Platz sechs der größten globalen Geschäftsrisiken.

Für die vierte Ausgabe des Allianz Risk Barometers wurden weltweit 516 Risikomanager und Experten im Bereich Unternehmensversicherung aus 47 Ländern befragt. 16 Prozent der Befragten schätzen Reputationsrisiken und einen Verlust am Wert der eigenen Marke als eine der größten Bedrohungen für Unternehmen ein – ein Prozentpunkt mehr als ein Jahr zuvor.

Das hört sich noch nicht nach so wirklich viel an, aber ein Blick in die Detailauswertung lohnt:

Die Hauptursache für wirtschaftliche Schäden in Folge von Cyber-Angriffen sind die resultierenden Reputationsrisiken, geben 61 Prozent der Befragten an. Sie rangieren damit noch vor Betriebsunterbrechungen (49 Prozent) und dem Verlust von Kundendaten (45 Prozent).

Zur Veranschaulichung greift das Risk Barometer auf eine weitere Studie, den Edelman Privacy Risk Index, zurück:

„Der fast implizite Imageschaden, den ein Unternehmen durch einen Cyberangriff erleidet, kann dramatische Auswirkungen auf die Bilanz haben. Dem Edelman Privacy Risk Index zufolge geben 71% der Kunden zu, dass sie nach einem Datenmissbrauch den Anbieter wechseln würden. Unternehmen müssen sich derartiger Reputationsrisiken bewusst sein, sie analysieren und mögliche Szenarien bewerten, um das Restrisiko einschätzen und minimieren zu können.“

Zur Minimierung dieses Risikos gehört damit zum einen, bereits vor Eintritt des Schadensfalles zusammen mit einem Reputationsprofi Kommunikationsstrategien für den Krisenfall vorzubereiten, und zum anderen, den guten Ruf des eigenen Unternehmens möglichst stabil aufzubauen, bevor er akut bedroht wird.

Am allergrößten schätzen die befragten Risiko-Experten die Gefahr durch Rufschäden übrigens für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie ein: In dieser Branche steht das Risiko eines Reputationsverlustes sogar an erster Stelle (55 Prozent).

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