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Reputation under siege

Allianz Risk Barometer 2020: Reputationsrisiken nehmen weltweit zu

Die Gefahr durch Rufschäden für Unternehmen wächst: Durch einen Skandal oder gesellschaftliches Fehlverhalten an Markenwert zu verlieren rückt von Platz neun auf Platz acht in der Top-10 der größten Geschäftsrisiken weltweit vor. Das zeigt die aktuelle Ausgabe des „Allianz Risk Barometer“, für den die Allianz weltweit 2.718 Kunden, Risikomanager und Experten im Bereich Unternehmensversicherung aus 102 Ländern und Regionen befragt hat. 15 Prozent der Teilnehmer bewerteten „loss of reputation or brand value“ als eine der aktuell größten Gefahren für Unternehmen, zwei Prozentpunkte mehr als in der vorangehenden Erhebung.

Die Studienautoren führen dies darauf zurück, dass trotz steigenden Risikos noch immer viele Firmen nicht ausreichend auf Reputationskrisen vorbereitet seien und betonen zu Recht die Bedeutung von Risikoprävention und professionellem Krisenmanagement, um die Folgen einer Reputationskrise zu meistern. Fakt ist auch, dass sich mehr als zwei Drittel aller Reputationskrisen innerhalb von nur 24 Stunden entfalten, und sich der Einfluss von Reputationsereignissen auf Aktienkurse seit Aufkommen der Sozialen Medien verdoppelt hat.

Nach Branchen aufgeschlüsselt ist laut der Studie die Gefahr durch Reputationskrisen in den Bereichen Konsumgüter und Unterhaltung & Medien am größten: Mit jeweils 39 Prozent nimmt „loss of reputation or brand value“ hier den ersten Platz der größten Gefahren für Unternehmen dieser Branchen ein. Auch in den Kategorien Lebensmittel & Getränke, Luft-/Raumfahrt & Wehrtechnik, Schwerindustrie, Gastgewerbe, Handel, Professionelle Dienstleistungen (gemeint sind zum Beispiel Rechtsanwälte) sowie Telekommunikation landet der Reputationsverlust in den Top-5 der bedrohlichsten Risiken.

Klingt alles schon schlimm genug? Ist aber meist nicht das Ende, denn Reputationskrisen kommen selten allein – und viele der weiteren Bedrohungen aus den Top-10 sind prädestiniert dafür, eine sekundäre Reputationskrise auszulösen. So liegen auf Platz eins zum Beispiel Cyberrisiken wie Datendiebstahl und Ransomware-Attacken. Diese ziehen in der Regel schwere Reputationsverluste nach sich, die in einem Domino-Effekt weitere schwere wirtschaftliche Schäden verursachen.

Direkt vor dem Reputationsverlust rangieren auf Platz sieben der Klimawandel und seine Folgen als größte Gefahr für die Wirtschaft – die höchste Position, die die Klimakrise je im Ranking des Risk Barometers eingenommen hat. Aus dem Treibhauseffekt resultiert nach Ansicht von 24 Prozent der Befragten ein zusätzliches Reputationsrisiko für Unternehmen. Vor allem für diejenigen, die darauf nicht adäquat reagieren oder ihn gar befeuern.

Das aktuelle Risk Barometer zeigt vor allem eines: Der gute Ruf jedes Unternehmens ist aus vielen Richtungen bedroht. Davor die Augen zu verschließen ist fahrlässig und zunehmend auch haftungsrelevant. Ohne ein professionelles, auf C-Level verantwortetes und in die Unternehmensstrategie fest integriertes Reputation Management kann der nächste Reputationsschaden schnell der letzte werden.

Roland Heintze
www.reputationzweinull.de

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Roland Heintze
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