Duell der beruflichen Netzwerke

Neuer Social-Media-Atlas zeigt: LinkedIn bleibt in Deutschland der ewig Zweite hinter Xing

Wir befinden uns im Jahre 16 nach Gründung beruflicher Sozialer Netzwerke im Web 2.0. In der westlichen Welt wird dieser ganze Markt von LinkedIn aus den USA dominiert… Der ganze Markt? Nein! In einer kleinen, Deutsch sprechenden Region in der Mitte Europas bietet ein Netzwerk namens Xing dem Giganten aus dem Hause Microsoft Paroli. Der Wettbewerb ist hier nicht leicht für die amerikanischen LinkedInler, die in München und Berlin Außenposten eingerichtet haben…

Das mag überspitzt klingen – ist aber dennoch hart an der Realität. Weltweit betrachtet ist LinkedIn mit offiziell mehr als einer halben Milliarde Nutzer ein Imperium, und das in Hamburg geründete Xing mit etwas mehr als 15 Millionen Nutzern im Vergleich nur ein Dorf. Doch fast die gesamte Xing-Community konzentriert sich in der D-A-CH-Region – und hat damit in Deutschland, Österreich und der Schweiz rund vier Millionen Mitglieder mehr als die LinkedIn-Gemeinschaft.

Und nicht nur bei den blanken Nutzerzahlen hat Xing trotz aller Bemühungen von LinkedIn in Deutschland stets die Nase vorn, wie Zahlen aus unserem frisch erschienenen, aktuellen Social-Media-Atlas 2018/2019 belegen.

Da ist zum Beispiel die Frage, inwieweit User bestimmter Social-Media-Kanäle Informationen vertrauen, die sie dort von kommerziellen Anbietern erhalten. 60 Prozent seiner Nutzer bringen auf LinkedIn solchen geschäftlichen Inhalten ein sehr oder eher hohes Vertrauen entgegen. Ein ausgesprochen respektabler Wert – bei Twitter beispielsweise trifft dies auf nicht einmal jeden zweiten Nutzer zu, bei Facebook sind es gar nur 39 Prozent. Doch Xing bringt es hier auf 65 Prozent, und verweist LinkedIn auf Platz zwei unter den Sozialen Medien. Nur die klassischen Medien Radio, TV und Print erreichen in dieser Hinsicht höhere Quoten.

 

Grafik Vergleich Vertrauen in kommerzielle Inhalte auf Social-Media-Kanälen aus Faktenkontor Social-Media-Atlas 2018-2019

 

Noch größer ist der Abstand bei der Jobsuche: Jeder fünfte Onliner, der im Internet nach Stellenageboten sucht, tut dies bei Xing. Bei LinkedIn sind es nur halb so viele. Der Microsoft-Dienst spielt damit beim Recruitment keine größere Rolle als Facebook.

Wenn es darum geht, etwas über die Arbeitgeber-Qualitäten bestimmter Unternehmen herauszufinden, werden beide beruflichen Netzwerke von Facebook geschlagen, das von 20 Prozent aller Onliner schon zu diesem Zweck genutzt wurde. Xing setzten dafür 15 Prozent ein, während LinkedIn mit lediglich elf Prozent sogar noch von YouTube mit 13 Prozent geschlagen wird.

 

Grafik Social-Media-Kanäle als Quelle für Arbeitgeber-Informationen aus Faktenkontor Social-Media-Atlas 2018-2019

 

Berufstätige Onliner finden für ihre Branche relevante Informationen in den Sozialen Medien nach Facebook (30 Prozent) vor allem bei Xing (25 Prozent). LinkedIn landet in diesem wichtigen Feld mit 19 Prozent nur unter „ferner liefen“ – hinter Youtube, Whatsapp, Blogs, Foren und sogar dem auf einen reinen Business-Dienst geschrumpften Google+.

 

Grafik Social-Media-Kanäle als Quelle für branchenrelevante Informationen aus Faktenkontor Social-Media-Atlas 2018-2019

 


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Roland Heintze
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