So ticken die Nutzer von Facebook, Twitter & Co.

Studie deckt Nutzungsverhalten und Gefühle von Social-Media-Usern auf

Wer wahllos alle Sozialen Netzwerke für die professionelle Kommunikation nutzt, riskiert hohe Streuverluste. Im Vorteil sind die, die im Vorfeld strategisch analysieren, über welche Social-Media-Kanäle sie ihre Zielgruppe erreichen. Das geht am besten mithilfe von wissenschaftlichen Erkenntnissen. Eine Studie im Auftrag von Snapchat hilft nun, zu verstehen, wann Nutzer Soziale Netzwerke besuchen, warum sie es tun und wie sie sich dabei fühlen.

Der Fokus der Umfrage unter 1000 Social-Media-Usern im Alter zwischen 13 und 44 Jahren liegt auf Snapchat, Twitter, Instagram, Facebook und YouTube. Ein wesentlicher Unterschied sind die Gründe für die Nutzung der Netzwerke. So dienen Facebook und Snapchat vor allem als Medien für den privaten Austausch. Twitter wird hingegen eher als Informations- und Diskussionskanal genutzt. Gerne folgen die Nutzer dort aber auch Stars und Influencern. Bei Instagram ist das Teilen von Fotos und Videos am wichtigsten. Auch der Austausch mit Freunden und die Aktivitäten von Influencern sind am Fotodienst interessant. Von allen Social-Media-Kanälen verbinden die User nur YouTube mit einer Kaufabsicht. Dort suchen sie gezielt nach Produkten, informieren sich aber auch über ihre Interessen.

 

Aufstellung, wofür Nutzer Snapchat, Twitter, Facbook, Instagram und Youtube verwenden.
Quelle: Snapchat

 

Pendler setzen auf Twitter und Snapchat

Die Studie liefert zudem interessante Informationen über die Nutzungsgewohnheiten. So werden Snapchat und Twitter öfter beim Pendeln genutzt als andere Netzwerke. Unterwegs und auf Reisen sind hingegen Facebook und Snapchat besonders beliebt. Manche User verwenden Soziale Medien auch gerne, während sie Zeit mit Freunden verbringen. Am beliebtesten ist in dieser Kategorie Snapchat, gefolgt von Instagram. Alle Social-Media-Kanäle werden zuhause besonders stark genutzt. Wenn die User warten müssen oder nicht einschlafen können, dann ist Facebook beliebter als die Social-Media-Konkurrenz.

 

Bild: Aufstellung, bei welcher Gelegenheit Nutzer Snapchat, Twitter, Facbook, Instagram und Youtube verwenden.
Quelle: Snapchat

 

Negative Emotionen überwiegen bei Twitter

Sogar einen Einblick in die Gefühlswelt der Nutzer liefert die Studie. So verspüren sie bei Instagram und YouTube positive Emotionen, zum Beispiel fühlen sie sich inspiriert, unterhalten und kreativ. Anders sieht die Lage bei Twitter aus, wo die Diskussionskultur besonders rau ist. Im Lieblingsnetzwerk von US-Präsident Donald Trump fühlen sich die User zwar informiert, aber auch besorgt, einsam und deprimiert. Mit Facebook verbinden sie nicht ganz so negative Gefühle. So fühlen sie sich dort vernetzt, unterhalten und informiert, aber auch einsam und schuldig. Snapchat ist hingegen eine Wohlfühloase, denn dort empfinden die Nutzer Kreativität, Glück und Aufregung.

 

Bild: Aufstellung, mit welchen Emotionen Nutzer Snapchat, Twitter, Facbook, Instagram und Youtube verbinden.
Quelle: Snapchat

 

Auch wenn es sich bei den Studienergebnissen um Durchschnittswerte handelt, die so nicht auf jede Zielgruppe übertragbar sind, bietet die Umfrage für Kommunikationsprofis wertvolle Orientierung. Das Verständnis für die unterschiedlichen Bedürfnisse der Social-Media-User ist eine wichtige Voraussetzung für erfolgreiche digitale Kommunikation.

 

Georg Sonnenberger

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Roland Heintze
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