Not all heroes wear capes. Some wear nothing at all!

Gute Reputation mit nackten Tatsachen: Aktmodell sammelt mit Nacktbildern mehr als eine Million Dollar Spenden gegen Waldbrände in Australien

Die Grundregeln des Reputation Management gelten in jeder Branche gleichermaßen. Deswegen können auch Sie viel von einem jungen amerikanischen Aktmodell über erfolgreiches Reputationsmanagement durch CSR-Projekte lernen. Aber keine Angst: Dafür müssen Sie sich nicht nackig machen!

Aktmodell Kaylen Ward aus Los Angeles hat in Reaktion auf die verheerenden Waldbrände in Australien einen ganz besonderen Twitter-Aufruf gestartet. Ziel: Ihre Follower zu motivieren, an Feuerwehr, Rotes Kreuz oder WWF zur Bekämpfung der Wildfeuer und ihrer Folgen in Down Under zu spenden. Der Anreiz: Gegen einen entsprechenden Nachweis schickt sie ihren Followern für jede zehn gespendeten Dollar je ein Aktbild von sich selbst. Ward, die selbst schon schlimme Waldbrände in Kalifornien durchlebte, erwartete, so vielleicht ein paar tausend Dollar zusammenzubekommen. Doch die Resonanz war so überwältigend, dass innerhalb weniger Tage schon rund eine Million Dollar zusammenkamen.

Für ihre Aktion erntete „The Naked Philanthropist“, wie sich Ward aktuell auf Twitter nennt, sowohl in den Sozialen Medien als auch in der Presse weltweit überwiegend Lob und Anerkennung. Tenor: „Not all heroes wear capes. Some don’t even wear clothes.

Ergebnis: Wards Follower spendeten mehr als Jeff Bezos für den guten Zweck, Sie selbst wurde nicht nur berühmt, sondern vor allem auch beliebt – die „Online Sex Workerin“ hat sowohl ihrer eigenen Reputation einen riesigen Boost beschert, als auch ihrer gesamten Branche.

Dieser Erfolg gelang, weil Ward – vermutlich intuitiv – alle Anforderungen für ein gutes Reputation Management durch Corporate Social Responsibility-Projekte erfüllte:

  1. Zielgruppengerechte Kommunikation

Es gibt viele Menschen (ich mutmaße: die Mehrheit, und zähle mich dazu), für die Aktbilder einer jungen Frau aus verschiedensten guten Gründen nichts sind (oder ihnen gar grundsätzlich ablehnend gegenüberstehen). Aber das ist hier irrelevant, denn das Angebot war nicht für die breite, allgemeine Öffentlichkeit gedacht – sondern für Wards Fans und Follower. Und für diese Zielgruppe war das schlüpfrige Angebot genau passend geschneidert.

  1. Individuelle, eigene Stärken und Fähigkeiten für Menschen (und Tiere) einsetzen, die dieser Hilfe dringend bedürfen

Ward ist weder Firefighter noch Ärztin, Krankenschwester oder Tierpflegerin – kann mit ihrem Beruf also nicht direkt helfen (anders als zum Beispiel das Disaster Response Team der Deutsche Post DHL Group, das sich bei Katastropheneinsätzen um die Logistik von Hilfsgüterlieferungen kümmert). Aber für den Katastropheneinsatz in Australien wird sehr viel Geld gebraucht – und Kaylen Ward ist Spezialistin darin, Geld durch nackte Tatsachen einzufahren. Mit der Aktion „Nacktbild gegen Spende“ hat sie ihre eigenen Fähigkeiten sehr smart und sinnvoll mit den Bedürfnissen der Betroffenen verbunden.

  1. Und immer: Integrität, Kompetenz und Benevolenz zeigen

Kompetenz, Integrität und Benevolenz (Gutwilligkeit) sind bekanntermaßen die Schlüssel zu einer guten Reputation. Auch hier macht Ward überall einen Haken dran: Ihre Aktion ist benevolent, denn sie hilft selbstlos denen, die Hilfe benötigen. Dabei steht sie offensiv zu ihrem eigenen Markenimage als Aktmodell, was Integrität transportiert. Und sie setzt ihre Möglichkeiten zielorientiert und erfolgreich ein und beweist damit Kompetenz.

Deswegen: Wenn Sie die Reputation ihrer Marke durch CSR-Projekte so erfolgreich aufbauen möchten wie Kaylen Ward, lernen Sie von ihr, aber machen Sie sich nicht im Internet nackig. Sondern wählen Sie ein Engagement, in dem Sie mit Ihren eigenen ganz speziellen Fähigkeiten benevolent einen positiven Unterschied machen können, und setzten Sie es integer und kompetent um.

 

Roland Heintze
www.reputationzweinull.de

 

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Roland Heintze
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