Einmal schauen, zweimal lernen – über Social Media und Reputation Management

Wie man mehr Klicks auf YouTube bekommt, ohne seine Reputation aufs Spiel zu setzen

Reputationsprofis + Faktzweinull = Reputationzweinull

Herzlich willkommen auf unserem neuen Blog Reputationzweinull!

Wie Ihnen sicher aufgefallen ist, haben wir unserer Faktenkontor-Homepage eine Frischzellenkur verpasst. In diesem Zuge haben wir uns auch entschieden, unsere bisherigen Blogs Faktzweinull und Reputationsprofis zusammenzulegen. Auf Reputationzweinull finden Sie deshalb fortan Beiträge sowohl zu Corporate Social Media als auch Reputation Management.

In der Theorie sind dies zwar zwei unterschiedliche Themenfelder, denn Reputationsmanagement ist keineswegs ein reines Online-Thema. Aber Reputation hat immer etwas mit Kommunikation zu tun, und die läuft heute zu einem so großen Teil über die Sozialen Medien, dass fast jedes Reputationsthema auch einen Social-Media-Aspekt enthält. Und Fehler in der Social-Media-Kommunikation können sich andersherum auch schnell zu einem Reputationsrisiko entwickeln. Deshalb ist es in der Praxis eher schwierig, jede Geschichte trennscharf der einen oder anderen Kategorie zuzuordnen.

Mehr Reichweite für Ihre Webvideos: So geht’s!

Zur Premiere von Reputationzweinull möchte ich Ihnen ein Video aus dem YouTube-Kanal Veritasium ans Herz legen, das passenderweise nutzwertiges für Social Media und Reputationsmanagement vereint.

Der Wissenschaftskommunikator und YouTuber Dr. Derek Muller erklärt darin zum einen sehr anschaulich, wie der YouTube-Algorithmus (zur Zeit) entscheidet, welche Videos den Nutzern vorgeschlagen werden – und wie man dieses Wissen einsetzen kann, um mit Webvideos virale Erfolge zu feiern. Und schließt den Film dann mit einem vorbildlichen Stück Reputationsmanagement in eigener Sache ab.

 

 

Denn Mullers Erläuterungen über den YouTube-Algorithmus, seine ständige Weiterentwicklung und die Reaktionen der YouTuber darauf führen zu der Schlussfolgerung: Guter Content ist zwar eine notwendige, aber bei weitem nicht hinreichende Bedingung, um auf der YouTube-Vorschlagsliste zu landen. Dazu sind zwei weitere Faktoren entscheidender als alle anderen: Der Film braucht 1) ein Vorschau-Bild (Thumbnail) mit Wow-Effekt und 2) einen sensationalistischen, reißerischen, boulevardesken Titel. Kurz: Clickbait.

Clickbaiting ist unter Nutzern aber eigentlich ausgesprochen unbeliebt. Das treibt die Content Creators auf YouTube in ein Dilemma: Mit überzogen reißerischen Vorschaubildern und Überschriften nerven sie ihre Zuschauer. Verzichten sie aber darauf, gelangen ihre Videos nicht in die Vorschlagsliste und werden so die meisten potenziellen Zuschauer gar nicht erreichen.

Muller selbst begegnet diesem Dilemma mit einem Paradebeispiel für gutes Reputation Management: Er entschuldigt sich bei seinen Zuschauern dafür, dass er in Zukunft öfter auf Clickbait-Strategien zurückgreifen wird, erklärt aber auch, warum er dies tut. Und er bittet höflich um Feedback, um alternative Vorschläge, wie er sonst mit der Situation umgehen sollte. Er nimmt die Sorgen seiner Zielgruppe ernst, erklärt einleuchtend und auf Basis von Fakten, was den nervigen Sensationalismus leider notwendig macht, und zeigt sich offen für einen Dialog auf Augenhöhe. Er verhält sich integer, kompetent und benevolent.

So klappt es mit Viralität und Reputation 😉

Roland Heintze
www.reputationzweinull.de


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Roland Heintze
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