Von CEO (52) zu CEO (10)

Rührende Reaktion auf Kinder-Brief: Qantas-Chef Alan Joyce boosted nur mal eben zwischendurch die Reputation der australischen Airline – weltweit!

Ein netter Brief an ein neugieriges Kind – damit hat uns das Römisch-Germanische Museum in Köln gerade erst gezeigt, wie leicht man seiner Reputation einen schnellen Boost „zwischendurch“ verleihen kann, wenn man ein Auge auf gute Gelegenheiten hält, einfach mal nett zu sein.

So eine Gelegenheit hat auch die australische Airline Qantas gesehen und genutzt – und damit nicht nur national, sondern weltweit ein enorm positives Presseecho ausgelöst.

Auch hier fing alles mit einem besonders wissbegierigen Jungen an. Der zehnjährige Alex aus Sydney ist von der Fliegerei so begeistert, dass er – zumindest auf dem Papier – schon seine eigene Fluglinie gegründet hat: Oceania Express. Der Viertklässler hat bereits die Vorstandsposten besetzt, Flugzeuge ausgesucht, Flugpläne erstellt, Bordmenüs geplant… und wusste nun nicht so recht, was er für sein Projekt als nächstes tun sollte. Kurzerhand verfasste er einen handgeschriebenen Brief, um jemanden zu fragen, der sich mit so etwas auskennt: Alan Joyce, CEO von Qantas.

 

 

Der Qantas-Chef punktete daraufhin in der Kategorie CEO Performance eines guten Reputation Managements: Er antwortete kompetent, integer und benevolent. Joyce sprach Alex in einem persönlichen Brief zielgruppengerecht auf Augenhöhe als CEO an und antwortete sachdienlich auf seine Fragen. Unter anderem mit dem Tipp, dass Alex die Sicherheit seiner Passagiere an erste Stelle setzen sollte, schließlich habe dieser Ansatz Qantas über die Jahre auch gute Dienste geleistet. Darüber hinaus lud Joyce den kleinen „Oceania Express“-Chef zu einem Treffen ein. Da soll Alex nicht nur eine Führung durch das Kontrollzentrum von Qantas erhalten – sondern von Geschäftsführer zu Geschäftsführer über Ideen für ein Projekt sprechen, das beiden im Moment besonders am Herzen liegt: Ultra-Langstrecken-Direktflüge von den australischen Ostküsten-Metropolen Sydney und Melbourne nach Europa.

Qantas konnte so sogar gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Als rührende Reaktion fand die Antwort Aufmerksamkeit und Interesse der Weltöffentlichkeit und stärkte die Reputation von Qantas. Und quasi „huckepack“ mit diesem Boost für die Reputation transportierte sie noch PR-Kernbotschaften der Flieger aus Down Under in die Öffentlichkeit. Vor allem: Die Leser lernen, dass bei Qantas die Sicherheit an erster Stelle steht – und ihre Aufmerksamkeit wird auf das nächste ambitionierte Vorhaben der Fluglinie gelenkt, das „Project Sunrise“. Der Direktflug von der australischen Ostküste nach London und New York, über den sich der CEO von „Australiens jüngster Airline“ offenbar schon ganz ähnliche Gedanken gemacht hat, wie der CEO von Australiens ältester Airline.

Fazit: Von Qantas lernen heißt gutes Reputation Management lernen!

 

Roland Heintze
www.reputationsprofis.de

 

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Roland Heintze
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