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Süße Versuchung ohne Scham
  • R Heintze
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  • Aldi . csr . Nachhaltigkeit . Reputation . Reputationsmanagement .

Kein Gimmick, sondern konsequentes Reputation Building: Aldi steigt auf Fairtrade-Kakao um

Schokolade in Aldi-Produkten soll fortan nur noch aus fair gehandeltem Kakao gewonnen werden. Diese neuste Nachhaltigkeits-Initiative des Ur-Discounters bringt dem Unternehmen gute Presse. Unter anderem berichtet das renommierte Handelsblatt ausgesprochen ausführlich und lobend darüber.

 

Gut für die Reputation: ein Glas Fair-Trade-Kakao-„Nutoka“ von Aldi-Süd.

Eines der Aldi-Produkte aus Fair-Trade-Kakao: „Nutoka“ von Aldi-Süd.
Bild Quelle / ©ALDI SÜD

 

Fair gehandelter Kakao ist für Aldi dabei kein einzelnes Feigenblatt. Sondern ein konsequenter Teil einer langfristigen Strategie. Denn Aldi will nicht mehr nur für „billig!“ stehen, sondern arbeitet bereits seit Jahren systematisch daran, sich eine Reputation für eine nachhaltige Produktpalette zu verdienen. Und geht dabei ausgesprochen vorbildlich vor. Zum Beispiel durch Kooperationen mit glaubwürdigen Partnern wie Greenpeace in Bezug auf sauber hergestellte Kleidung und hochgelobte Nachhaltigkeitsberichte.

Im Rahmen der ersten Nachhaltigkeitsberichte für das Jahr 2015 kündigte Aldi Nord bereits an, den Anteil nachhaltig produzierten Kakaos in den Eigenmarken von damals schon 73,5 Prozent (in Deutschland) weiter zu steigern und erreichte 2016 schon 90,1 Prozent. Die breite Mehrheit der Schoko-Eigenprodukte war bisher aber lediglich mit dem UTZ-Siegel für nachhaltigen Anbau zertifiziert – nicht jedoch für nachhaltigen Handel. Dieses Manko behebt nun das deutlich umfassendere, strengere und höher angesehene Fairtrade-Siegel. Die Umstellung auf Fair-Trade-Rohkakao bei den Aldi-Eigenmarken ist deswegen nicht nur ein quantitativer, sondern auch ein qualitativer Sprung nach vorn. Denn um mit Nachhaltigkeit wirklich punkten zu können, ist die richtige Auswahl der Zertifizierungs-Programme entscheidend. Wie stark ein Siegel die Reputation eines Unternehmens stärken kann, hängt davon ab, wie stark die Reputation des Siegels selbst ist. Und in dieser Hinsicht hat „Fair Trade“ die Nase vorn.

Insgesamt ist der Umstieg auf nachhaltig hergestellte (und fair gehandelte) Produkte im Hinblick auf die Reputation eine sehr kluge Strategie von Aldi. Denn im Durchschnitt trägt Nachhaltigkeit zu 19 Prozent und Produktqualität zu 23 Prozent zur Reputation eines Handelsunternehmens bei. Und der Plan geht auf: Sogar der renommierte britische Independent spricht Aldi „a formidable reputation for value with a hard-won reputation for quality“ zu, und die Marketing Week berichtet: Aldis „quality and value rankings are also up“.

Wie nachhaltig wirtschaftet eigentlich Ihr Unternehmen?

 

Roland Heintze

 

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